Leipnik Lundenburger (LLI) zum Ergebnis für das Wirtschaftsjahr 2024/25
Operative Kerngeschäfte stabil, BayWa belastet Konzernergebnis deutlich
Wien, 26. März 2026 – Die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG (LLI) hat das Geschäftsjahr 2024/25 in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld abgeschlossen. Während die operativen Kerngeschäfte Mehl & Mühle sowie Vending gemeinsam mit EUR 39,4 Mio. einen positiven Beitrag zum Ergebnis nach Steuern erwirtschafteten, wurde das Konzernergebnis maßgeblich durch die Entwicklung im Beteilungsportfolio belastet – allen voran durch die BayWa. Die Umsatzerlöse des Konzerns lagen mit EUR 1.466,6 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau (EUR 1.471,0 Mio.). Das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) verschlechterte sich auf EUR -56,6 Mio.
LLI-Generaldirektor Josef Pröll: „Unsere operativen Kerngeschäftsfelder haben sich in einem anspruchsvollen Umfeld robust entwickelt. GoodMills und café+co arbeiten konsequent an Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit und liefern positive Beiträge. Das Konzernergebnis wird jedoch vor allem durch die Entwicklung bei BayWa erheblich belastet. Unser Fokus liegt darauf, in enger Abstimmung mit unseren genossenschaftlichen Eigentümern sowie unserem Beteiligungspartner, der Raiffeisen Ware Austria eGen, die Wertschöpfung in allen Beteiligungen wieder nachhaltig abzusichern.“
Mehl & Mühle: stabiles Volumen, solides Ergebnis
Im Segment Mehl & Mühle entwickelte sich die GoodMills Gruppe mit einem Ergebnisbeitrag von EUR 30,7 Mio. insgesamt stabil. Die Gesamtvermahlung lag mit 2.889 Tsd. Tonnen leicht über dem Vorjahreswert von 2.805 Tsd. Tonnen. Das Ergebnis blieb auf gutem Niveau, lag aber leicht unter dem Vorjahr. Positiv wirkten insbesondere konsequente Kostenoptimierungen. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein insgesamt weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld erwartet.
Vending: positives Ergebnis trotz schwierigem Umfeld
Das Segment Vending (café+co) erzielte mit EUR 8,7 Mio. weiterhin einen positiven Ergebnisbeitrag, blieb jedoch unter dem Vorjahresniveau. Belastend wirkten vor allem die Konjunkturschwäche, ein spürbarer Rückgang im internationalen Kerngeschäft sowie die Einführung des Pfandsystems in Österreich. Als Reaktion wurden in mehreren Ländern Maßnahmen zur Kostenreduktion, Vertriebsstärkung und Effizienzsteigerung umgesetzt. Zugleich wird die Digitalisierung konsequent weiter vorangetrieben.
Beteiligungsportfolio: BayWa weiterhin zentraler Belastungsfaktor
Der wesentliche Ergebnisdruck kam aus dem Segment der Beteiligungen. Dessen negativer Ergebnisbeitrag belief sich auf EUR 96,0 Mio. und war damit der Hauptgrund für die Verschlechterung des Konzernergebnisses gegenüber dem Vorjahr.
BayWa war dabei der mit Abstand stärkste Belastungsfaktor. Ausschlaggebend waren die laufenden negativen Ergebnisbeiträge aus der Beteiligung sowie die anhaltend herausfordernde Unternehmenssituation. Das Umfeld bleibt von tiefgreifenden Transformations- und Refinanzierungsthemen sowie erhöhter Unsicherheit geprägt. Diese Entwicklung belastet das Ergebnis der LLI erheblich und überlagert die insgesamt robuste operative Entwicklung der Kerngeschäfte.
Auch die Beteiligungen an AGRANA und Südzucker standen in einem schwierigen Marktumfeld unter Druck. Belastend wirkten insbesondere Preisentwicklungen in den Bereichen Zucker und Ethanol. Stabilisierend wirkten hingegen Spezialitäten-, Frucht- und Rezepturbereiche.